Freie Wohlfahrtspflege

Hilfsbedürtigkeit hat viele Gesichter: der kranke- oder behinderte Mensch; Kinder und Jugendliche, die pädagogischer Betreuung bedürfen; der pflegebedürftige alte Mensch; Ausländer und Flüchtlinge; Menschen ohne Arbeit und Einkommen; gesellschaftliche Randgruppen wie Obdachlose, Straffällige und Suchtkranke oder Menschen, die sich in einer sonstigen sozialen Notlage befinden und Rat suchen.
Das Miteinander öffentlicher und freier Wohlfahrtspflege in der Bundesrepublik ist einmalig in der Welt. Die Freie Wohlfahrtspflege - deren Spitzenverbände Arbeiterwohlfahrt, Deutscher Caritasverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk der EKD, Paritätischer Wohlfahrtsverband und Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland auf eine zum Teil mehr als einhundert Jahre wähende Tradition zurückblicken können, - ist aufgrund ihrer Leistungen für das Gemeinwesen als wichtiger Bestandteil des Sozialstaats anerkannt. Das soziale Netz würde zerreißen, wenn es ihre Arbeit nicht gäbe: In den Einrichtungen und Diensten der Wohlfahrtsverbände leisten rund eine Million Menschen hauptamtlich und mehr als eineinhalb Millionen ehrenamtlich engagierte Hilfe.